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" ... Man spricht in Sathmar im allgemeinen so, wie die Bauern zwischen Biberach und Ravensburg sprechen, wohlgemerkt die Bauern, nicht die Stadtleute. ... ... Gezählt wird: Uis, zwoi, drui, viere, finfe, sechse, siebene, achte, naine, zehne, olfe, zwelfe. ... Der einzige heisst der gozige, alleinig heisst aluigets. Die Wochentage lauten: Sunntig, Mätig, Zaißtig, Migda, Dunschtig, Freitig, Samstig. Die Tageszeiten: Morga, Mittag, Obed. Die Farben: Weiß, schwarz, rot, giäl (gelb), blo (blau), gri (Grün), gro (grau), brau (braun), gschäckat (scheckig),... Die Feldfrüchte: Woiza, Rogga, Gärschta, Haber, Grumbira (Kartoffel), Rieba (Rüben), ... Arbeitsarten: Ackra (ackern), hacka (hacken), mäja (mähen), haiba (heuen), ära (Ähren lesen), aifiera (Getreide einführen). ... Sprichwörter: Dumm und Stolz wachset uf uim Holz ... Wenn du lang läba witt, so iß wia d` Katz und trink wia d`r Hund ... Wa ma it im Kopf hot, hot ma i da Fiaß ... Ma moß em Narra d`r Spaß und em Wasser d`r Gang la ... Genaue Kenner des oberschwäbischen Dialekts werden merken, daß trotz allem die Sathmarer Sprache einige Eigentümlichkeiten aufweist, die sie vom Oberschwäbischen unterscheiden. ... Die ertse Eigenart liegt in der Einschiebung eines schwachen i vor dem e in Wörter wie Geld, Welt, Weg, vergessen, geben. Sie lauten: Giält, Wiält, Wiäg, vergiässa, giäba, wobei das i ganz kurz gesprochen wird. ... Eine weitere Eigentümlichkeit ist das schwache Mitklingen eines ch nach dem k in Wörtern wie kchuma (kommen). Das erinnert an die Schweiz. Die dritte Eigenart, die allersdings teilweise auch in Oberschwaben vorkommt, besteht darin, daß das Geschlechtswort im Wemfall gleichlautet wie im Werfall ... z.B. a (auch), la statt lau (lassen), ga statt gau (gehen). Das könnte fränkischer Einfluss sein. ... " Die Schwaben in Sathmar - Schicksale oberschwäbischer Siedler im südosten Europas, Dr. J. Straubinger. |