"... Kirche und Schule hatten in Scheindorf einen grossen geistigen und kulturellen Einfluss. Im Glauben und der Muttersprache waren die Scheindorfer ihrer abendländischen Urheimat treu verbunden und bewahrten beide gegen alle Angriffe.
Frohsinn und Geselligkeit gehörten nicht nur in die etwas arbeitsarme Winterzeit, das ganze Jahr über verstanden es die Scheindorfer die Feste in kleinen und größeren Gesellschaften zu feiern. Die Jugend hatte hier eine besondere Aufgabe zu erfüllen: die Wahrung und Pflege des althergebrachten Brauchtums und Liedgutes. z.B.: "Ufam Wasa grased d'Hasa" - MIDI - MP3 und wie es damals in Scheindorf, vieleicht vom "Hanse-Vetter", auf der Mundharmonika gespielt wurde -
... Jedes Haus besaß einen großen Hof, der mit einer schönen, großen Scheune abschloss. Die strohgedeckten "Scheiern" (Scheunen) mit ihren großen weiten Doppeltoren verliehen Scheindorf ein besonderes Gepräge. In den meisten Höfen gab es einen eigenen Brunnen, aber alle besaßen einen Holzschuppen und einen Schweinestall. Hinter der Scheune begann die Hofstatt, die schon immer intensiv genutzt wurde. ..."
Text: Josef Ehrli Mundharmonika: R. Gieger (Hohner Blues Harp MS in G)