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Laut Zusammenschreibung vom Oktober 1767 setzt sich die Bevölkerung nur aus rumänischen Leibeigenen zusammen. Die Äcker und Weiden machten damals kaum 10% der Gemarkung aus. Um die ausgedehnten Waldungen zu roden und in Kulturland umzuwandeln, sollten auch in Scheindorf schwäbische Bauern angesiedelt werden. Der gräfliche Gutsbeamte Anton Mlinàricz unterbreitete dem Grafen Anton Kàrolyi im Jahr 1779 einen Dorfplan mit den genau festgelegten Strassenzügen und Hofstellen. Die Vermessungs-ingenieure vertraten in ihrem Bericht den Standpunkt, dass durch Rodung 3000 Joch Ackerland gewonnen werden könnten. Dies erhoffte man sich durch die Neubesiedelung des Ortes. Nach den Plänen des Grundherren sollten Jungbauern, die weder über ein eigenes Haus noch über über einen eigenen Hof verfügten, aus den benachbarten schwäbischen Gemeinden umgesiedelt werden. Der Aufruf des Grafen hatte Erfolg. An die 60 Familien aus Maitingen, Schinal, Kalmandi, Fienen, Bildegg usw. erklärten sich bereit, in Scheindorf zu siedeln. Es ist nicht aufgezeichnet, ob sie noch 1779 in Scheindorf eingetroffen sind. Sicher ist aber, dass zu jener Zeit bereits Einwanderer aus Deutschland unter den Rumänern wohnten. Nach der Zusammenschreibung vom 8. Dezember 1780 lebten bereits 35 Schwabenfamilien in Scheindorf. So kann das Jahr 1780 als Gründungsjahr dieser schwäbischen Siedlung gelten. ² Wilhelm Tom, Scheindorf - Meine Heimat, 2005, S. 66. |